Lassen Sie mich zu diesem Thema noch einiges sagen:

Natürlich habe ich vor 1990 auch schon Ponys besessen und gezogen. Es waren schöne, brave und teilweise auch erfolgreiche Ponys. Die entstandenen Fohlen waren schöne aber auch weniger schöne Fohlen aber nicht wie heute etwas 100%iges. Ich zog aus Spaß an den Ponys -ohne das heutige Wissen- über die Abstammung und der Wichtigkeit das der Hengst auch zur Stute passt. Meine damaligen Ponys waren eher bessere Geländeponys mit denen man auch aufs Turnier gehen konnte.  


Als ich mit der Zeit mehr Erfahrung bekam war ich mit dem Ergebnis nicht mehr zu frieden. Ich wollte ein Pony das vom Exterieur und seinen 3 Grundgangarten einem Großpferd sehr nahe kommt. Also kaufte ich mir ein Deutsches Reitpony, da diese Rasse meinen Vorstellungen eines Turnierponys entsprach.

 

Meine erste Zuchtstute war Valentine. Ich bemerkte, dass ich mich nun in einer ganz anderen Preisklasse bewegte. Aber man sagte mir, wer Erfolg haben will muss auch etwas investieren, also tat ich dies. Als ich meine Stute decken lassen wollte, holte ich mir bei anderen Züchtern Tipps zur Auswahl des Hengstes. Meine Wahl viel auf den Hengst  

Burstye Orpheus. Mein erstes Fohlen war Ombré, mein heutiger Deckhengst. Er gewann das Fohlenchampionat sowie die Hengstkörung und war somit gleich zu Anfang ein voller Zuchterfolg. Durch diesen Erfolg gewann ich auch bei anderen Züchtern an Ansehen. Dies gab mir noch mehr Antrieb um meine Zucht fortzusetzen. Auch seine Nachkommen bestätigten mir, durch ihre Erfolge, dass meine eingeschlagene Zuchtrichtung richtig gewählt war. Es ist ein schönes Gefühl von anderen Züchtern Lob und Anerkennung zu bekommen. Auch der mir erst kürzlich in Alsfeld Eifa verliehene Staatsehrenpreis übereicht vom Staatsminister W.Dietzel für meine besondere Leistung auf dem Gebiet der Pferdezucht für Kleinpferde und Ponys im Jahr 2002 erfüllt mich noch heute voller Stolz und bestätigt meine Zucht.  

 

Ich hoffe, dass mich mein doch bisher sehr glückliches Händchen für die Zucht nicht verlässt und deshalb werde ich noch einige Jahre diesem Hobby meine Aufmerksamkeit und Zeit widmen.


Ihr

Josef Häußer